Am 24. Februar 2029 jährt sich zum 20. Mal die Ratifikation Deutschlands der UN-Behindertenrechtskonvention. Dieses Vertragswerk normiert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Die Landeshauptstadt Potsdam hat viele Anstrengungen unternommen, um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention voranzutreiben. Die Bemühungen von Politik und Verwaltung für mehr Barrierefreiheit sind an vielen Orten sichtbar und erleichtern das Leben für Menschen mit Behinderung. Der in Erarbeitung befindliche lokale Teilhabeplan formuliert weitere Ziele für mehr Barrierefreiheit.
Aus Sicht des Beirats für Menschen mit Behinderung sollten jedoch darüberhinausgehende Anstrengungen für die Vision eines behindertengerechten Potsdams bis 2029 unternommen werden. Hierzu möchten wir eine Kampagne starten, die halbjährlich verschiedene Aktionen zur Erhöhung der Sichtbarkeit der Menschen mit Behinderung initiiert. Der Arbeitstitel ist Kampagne Teilhabe 2029. Alle Aktionen sollten wirksam und nachhaltig für Menschen mit Behinderung sein. Das bedeutet aber auch, dass wir Partner benötigen, die bereit sind, geeignete Aktionen zu initiieren und durchzuführen. Das betrifft ausdrücklich nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern die gesamte Stadtgesellschaft.
Wir planen, in den kommenden zwei Jahren vielfältige Aktionen in allen Bereichen der Gesellschaft zu initiieren. Weitere zukünftige Partner könnten Schulen, Unternehmen, Freizeiteinrichtungen (Sport und Kultur), Hotels, Gastronomie, etc. und auch die Verwaltung selbst sein.
Jeder, der eine erfolgreiche Aktion für mehr Teilhabe abgeschlossen hat, erhält ein Zertifikat, eine Urkunde. Zweimal im Jahr soll öffentlich Bilanz gezogen werden: am 5. Mai – dem europäischen Protesttag Tag der Menschen mit Behinderung und am 03. Dezember – dem internationalen Tag der Behinderung.